Leroy Kerschat

Nachhaltiges Arbeiten in der Medienbranche

By Februar 1, 2020 No Comments

Aus Liebe zur Umwelt

Nachhaltigkeit in der Kreativ-Branche

Braucht man das überhaupt? Da wird doch fast nur digital gearbeitet …

Ja, genau hier liegt das Problem. Digital. Die Werkzeuge sind hier Monitore, Computer, Smartphones, Tastaturen, Drucker und vieles mehr. All diese Geräte benötigen Strom. Auch dann, wenn sie gerade einmal nicht benutzt werden. Ähnlich sieht es mit der Software aus die wir bei der täglichen Arbeit nutzen. Das gilt für E-Mail-Programme, jeder Dienst aus der Cloud, jede Webseite. Jede einzelne Datei, die irgendwo auf einen Server abgelegt ist, benötigt Strom für die Speicherung. Ganzheitlich betrachtet, riesige Mengen an Strom.

Die meisten Produkte, die in der Medienbranche erzeugt werden, sind auch im digitalen Zeitalter immer noch gedruckt. In Papierform oder auch auf Kunststoffen. Dafür werden nicht nur Unmengen von Rohstoffen genutzt, wie Holz und Wasser für die Papierherstellung, sondern auch jede Menge Chemikalien eingesetzt, die auch in Farben vorkommen und zudem aus Erdöl gewonnen werden.

Wie all diese Produkte und Erzeugnisse zum Auftraggeber und letztendlich in den Händen der Kunden landen, ist auch eine logische Schlussfolgerung. Sie werden versandt. Vieles wird heute dezentral produziert, oft aus Kostengründen auch im Ausland. Per Luftfracht, Schiffs-Container oder per LKW gehen sie auf Reisen. Keine gute Bilanz für die CO² Emissionen.

Ohne dass ich hier die Fakten wissenschaftlich analysieren kann und die Aspekte ausführlich auflisten möchte, ist dennoch gut zu erkennen, wie hoch das Ausmaß im Gesamten ist. Ich habe für mich ein paar Punkte gefunden und festgehalten um diese „Verschwendung“ der Ressourcen im Zaun zu halten.

Meine Tipps für einen nachhaltigen Arbeits-Alltag:

  • Nicht benötigte E-Mails regelmäßig löschen
  • Wo es möglich ist, auf Cloud basierte Tools verzichten und lokal arbeiten
  • Interne Ausdrucke reduzieren und auf recyceltes Kopierpapier zurückgreifen
  • In Pausen das Arbeitsgerät im Ruhezustand schalten und die Energiesparfunktion nutzen
  • Auf örtliche Druckereien zurückgreifen
  • Druckprodukte auf Recyclingpapier produzieren
  • Beim Wareneinkauf lieber eine Großbestellung tätigen als viele kleine Bestellungen
  • Lieber mit dem ÖPNV zum Kunden fahren als mit dem PKW
  • Persönliche Treffen gegen digitale Konferenzen ersetzen

Wenn wir hier regelmäßig nur einige der genannten Punkte umsetzten können, dann ist im großen Ganzen viel getan. Machen Sie mit! Aus Liebe zur Umwelt!